MMA Geschichte Teil 1 – UFC 1: Die Geburt des modernen MMA

MMA Wetten – MMA Geschichte Teil 1 – Die Anfänge

MMA Wetten Redaktion: Im Jahre 1992 hatten 3 Menschen eine Vision: Was wäre, wenn verschiedene Kampfsportarten aufeinander treffen würden? Art Davies, Rorion Gracie und John Milius hatten eine Idee zu einem 8 Mann KO-Turnier. Anfangs war es nicht leicht, jemanden zu finden, der das auf den Namen „War Of The Worlds“ getaufte Turnier ausstrahlen wollte. Die Marktführer HBO und Showtime lehnten ab, im Mai 1993 sagte dann schließlich der Pay Per View Sender Semaphore Entertainment Group (SEG) zu, änderte aber den Namen um in Ultimate Fighting Championship. Die UFC war geboren.

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UFC 1 – The Beginning

Die erste Veranstaltung fand am 12. November 1993 in Denver, Colorado in der McNichols Sports Arena statt. Man wollte etwas Neues und Einzigartiges präsentieren, was es vorher noch nicht gab, und so fanden die Kämpfe nicht in einem normalen Boxring statt, sondern im „Octagon“, einem achteckigen Käfig aus Maschendrahtzaun .Am Anfang galt das Motto “There Are No Rules”, Es gibt keine Regeln, was aber nicht ganz stimmte, denn zumindest seinem Gegner in die Augen zu stechen (eye-gouging) oder Beißen war verboten. Bei der Auswahl der Kämpfer schaute man sich zahllose Videos an und suchte sich die Besten aus. Patrick Smith und Kevin Rosier kamen aus dem Kickboxen, Gerard Gordeau ein Savate Kämpfer, Ken Shamrock ein Shootfighter, Zane Frazier aus dem Karate Sport, Teila Tuli aus dem Sumo, Art Jimmerson aus dem Boxsport und Royce Gracie aus dem Brazilian Jiu Jitsu. Die Erwartungen und die Spannung der Fans waren natürlich groß, wusste man doch nicht, was auf einen zukommt. Dies war wahrscheinlich auch die erste Gelegenheit für MMA-Fans, bei den Buchmachern Wetten auf diese Art von Kämpfen zu platzieren.

Das Turnier

Im ersten Kampf trafen der Savate Meister Gerard Gordeau und Teila Tuli der Sumo Wrestler aufeinander. Der Kampf war aber schnell vorbei, zu Beginn des Kampfes stürmte Tuli mit seiner Sumotechnik auf Gordeau zu, es nutzte aber nichts, Gordeau machte kurzen Prozess mit Tuli. Als Konter verpasste er Tuli einen harten Schlag und einen üblen Kick ins Gesicht, woraufhin Tuli einen Zahn verlor. Der Ringrichter brach danach den Kampf ab, womit Gerard Gordeau in die nächste Runde einzog.

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Im zweiten Kampf trafen Kickboxer Kevin Rosier und Karate Experte Zane Frazier aufeinander, es war ein intensiver Kampf, für viele der beste des Abends. Beide schenkten sich nichts, am Ende besiegte Rosier Frazier mit üblen Kopftrittenzum am Boden liegenden Frazier.

Der dritte Kampf des Abends lautete Royce Gracie, der Jiu Jitsu Experte, gegen den Profiboxer Art Jimmerson. Das Kuriose an diesem Kampf war, das Jimmerson nur einen Boxhandschuh trug. Der Kampf, welcher eigentlich keiner war, endete recht schnell. Nachdem Gracie sich die Top Position gegen Jimmerson erlangt hatte wusste dieser nicht, was er tun sollte, war Jimmerson doch noch nie in solch einer Lage und so gab er dem Ringrichter zu verstehen, das er aufgibt. Ein verdutzter Gracie schaute den Ringrichter an, der signalisierte ihm, das der Kampf vorbei sei. Somit stand Royce Gracie im Halbfinale.

Im vierten und letzten Viertelfinal Kampf trafen Shootfighter Ken Shamrock und Kickboxer Patrick Smith aufeinander. Auch dieser Kampf dauerte nicht lang, nach missglücktem Angriff von Smith auf Shamrock nahm dieser ihn in seinen Leglock Kneebar Aufgabegriff, der sich zu Shamrocks Markenzeichen entwickeln sollte. Mit schmerzverzehrtem Gesicht gab Smith auf.

Im ersten Halbfinale trafen dann Gerard Gordeau und Kevin Rosier aufeinander, es war ebenfalls ein kurzer Kampf. Als zum Ende Rosier angeschlagen in einer Ecke des Octagons kauerte verpasste ihm Gordeau mehrere harte Schläge und Ellbogen, nach einem harten Tritt in die Rippen des am Boden liegenden Rosier tappte dieser. Sieger und damit im Finale war Savate Kämpfer Gerard Gordeau.

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Im zweiten Halbfinale trafen Ken Shamrock und Royce Gracie aufeinander, auch dieser Kampf war recht zügig vorbei, nachdem Gracie Shamrock mit einem Würgegriff zum Aufgeben brachte. Das aus heutiger Sicht Merkwürdige war hier, dass sich Shamrock zum Zeitpunkt der Aufgabe weder in Gracies Guard befand, noch war es ein Rear Naked Choke, da Gracie keinerlei Kontrolle über Shamrocks Körper hatte abgesehen von dem Griff um den Hals. In späterer Zeit sollten solch improvisierte Aufgabetechniken nur noch äußerst selten zum Erfolg führen, bestes Beispiel wäre hier der Titelsieg von Carlos Newton gegen den vorher dominanten Weltergewichtschampion Pat Miletich durch „Bulldog Choke“. Doch die erste UFC zeichnet sich eben vor allem dadurch aus, dass die unbekannte und

Das Finale

Damit stand das Finale von UFC 1 The Beginning fest: Royce Gracie vs Gerard Gordeau. Wie alle anderen Kämpfe auch war dieser schnell vorbei, nach kurzem Clinch am Käfig gelang Gracie ein Judo Legsweep, daraufhin sahen wir den ersten technischen Rear Naked Choke der UFC Geschichte. Ein wenig kontrovers war hier, dass Royce Gracie nicht losließ, obwohl Gordeau panisch abklopfte, erst als der Ringrichter ihn herunterzog ließ Gracie los.

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So oder so, Gracie besiegte Gordeau mit diesem Chokehold und war damit der erste Champion der Ultimate Fighting Championship. Es sollte nicht sein letzter Titel in der UFC bleiben, mehr dazu im nächsten Teil unserer MMA Wetten – MMA & UFC Geschichte.