MMA Geschichte Teil 2 – Das erste Jahr: UFC 2, UFC 3 und UFC 4

UFC 2 – No Way Out

MMA Wetten Redaktion: Nach dem überraschenden Erfolg von UFC 1 mit knapp 90000 verkauften PPV Einheiten ging man bei UFC 2 einen Schritt weiter, anstatt eines 8-Mann Turniers war es nun ein 16-Mann Turnier. Auch die PPV-Verkäufe stiegen deutlich an, gute 300000 Fans wollten UFC 2 No Way Out sehen.

Am 11 März 1994 war es soweit, die zweite große MMA-Veranstaltung der Geschichte fand in der Mammoth Gardens Arena in Denver Colorado statt. Die einzigen beiden Kämpfer, die auch bei UFC 1 schon mit dabei waren hießen Patrick Smith und der amtierende UFC Champion Royce Gracie. Bei UFC 2 gab es auch das Debüt der UFC Ringrichter Legende Big John McCarthy. Die Kämpfe selbst waren eigentlich alle zügig vorbei, längster Kampf des Abends war Johnny Rhodes gegen David Levicki. Aber auch an Brutalität mangelte es an diesem Abend nicht, Orlando Wiet gegen Robert Lucarelli hatte es in sich, genauso Johnny Rhodes gegen Fred “Mauskewitz”Ettish. Royce Gracie trat viermal an diesem Abend an und gewann auch alle vier Kämpfe, das ist bis heute MMA Rekord. Patrick Smith trat ebenfalls viermal an, unterlag im Finale aber UFC 1 Champion Royce Gracie.
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UFC 3 – The American Dream

UFC 3 – The American Dream fand am 9.September 1994 im Grady Cole Center in Charlotte, North Carolina statt, man veranstaltete wieder ein 8-Mann Turnier anstatt wie letztes Mal ein 16-Mann Turnier. Erneut gab es keine Regeln oder Runden, Big John McCarthy leitete an diesem Abend alle Kämpfe. Im ersten Kampf des Abends trafen Kenpo Karate Meister Keith Hackney und Sumoringer Emmanuel Yarborough aufeinander. Viele glaubten aufgrund des massiven Gewichtsvorteils an einen leichten Sieg von 600-Pfund Mann Yarborough, aber falsch gedacht, denn Emmanuel hatte keine Chance gegen den White Tiger Kenpo Karate Meister Hackney. Nach einem harten Handkantenschlag von Hackney gegen Emmanuels Kopf ging dieser zu Boden und Keith machte kurzen Prozess. Immer wieder schlug Hackney gegen Emmanuels Kopf, bis dieser aufgab.

Aber auch für Hackney war das Turnier vorbei, denn er brach sich die Hand an Emmanuels Schädel, aber von da an hatte Keith einen neuen Spitznamen: „The Giantkiller“. Ein weiterer Kampf, der für Aufsehen sorgte, war der des zweifachen Champions Royce Gracie gegen Kimo Leopoldo. In diesem Kampf hatte Gracie große Probleme, den Taekwondo-Kämpfer, der nach der Veranstaltung zum Schwarzgurt erhoben wurde, zu Boden zu bringen. Als es schließlich auf den Boden ging, war es Kimo, der zuerst Gracies Rücken in der Backmount kontrollierte, Gracies Mount Versuch sofort sweepte und mit guter Bodenkontrolle und seinem Kraftvorteil Gracie unten hielt, sich kurzzeitig sogar in der Sidemount Position befand und einige Schläge und Ellbogen gegen Royce Gracie landen konnte.

Gracie griff sich von der Guard-Position aus den Pferdeschwanz Kimos und kontrollierte ihn damit über lange Zeit, während er mit der rechten Faust auf Kimos Gesicht einschlug. Gracie schien ernsthafte Probleme mit der Kontrolle Kimos zu haben, in seiner Verzweiflung und durch Kimos Gegenwehr riss Gracie dessen Pferdeschwanz heraus. Der blutige Schopf lag gut sichtbar in der Mitte des Octagons. Unsportlich und heutzutage verboten, war dies zu den Anfangszeiten der UFC durchaus erlaubt. Das Ende des Kampfes kam dann, als Kimo Gracie mit einem schönen Takedown nach kurzem Moment im Stand zu Boden brachte, dann aber aufgrund seiner Unerfahrenheit am Boden in Gracies Armbar landete und aufgeben musste.

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Mit scheinbar letzter Kraft besiegte Royce Gracie so Kimo Leopoldo und zog in die nächste Runde ein.

Ken Shamrock, Rückkehrer von UFC 1, traf auf Christophe Leininger. Shamrock gewann den Kampf nach knapp fünf Minuten durch Aufgabe Leiningers, nachdem dieser viele harte Schläge eingesteckt hatte. Der Kanadier Harold Howard besiegte Roland Payne durch KO. Im ersten Halbfinale trafen Ken Shamrock und Felix Mitchell aufeinander, den Kampf gewann Shamrock erwartungsgemäß mit einem Submissionmove, Shamrock besiegte Mitchell durch RNC (Rear Naked Choke). Das zweite Halbfinale hieß eigentlich Royce Gracie gegen Harold Howard, aber am Octagon angekommen schmissen Gracies Brüder auf einmal das Handtuch, nachdem sie sich kurze Zeit mit ihrem Bruder Royce unterhalten hatten. Viele Fans glaubten und glauben bis heute aber nicht an eine Verletzung Gracies, sondern vermuten, dass er einfach Angst hatte,gegen den frischen Harold Howard anzutreten, nachdem Royce seine ganze Kraft verbraucht hatte, um Kimos Pferdeschwanz rauszureißen.

Im Finale von UFC 3 The American Dream trafen somit Harold Howard, der ein Freilos im Halbfinale bekam, auf Steve Jennum, der den verletzten Ken Shamrock ersetzte. Jennum gewann den Kampf überraschend (Aufgabe durch Schläge), wonach er zum neuen UFC Tournament Champion gekrönt wurde. Hätte dort ein MMA-Fan eine Wette auf den Außenseiter Jennum als Sieger vor dem Turnier getätigt, wäre mit Sicherheit eine Quote von 50,00 oder höher angeboten. Die Turnierform ist heutzutage im MMA ja leider selten geworden, wird aber nun von Bellator mit dem 8-Mann Schwergewichtsturnier um den vakanten Bellator Heavyweight Title wiederbelebt, in dem sich klangvolle Namen nur so tummeln, Legenden wie Fedor Emelianenko, Quinton “Rampage” Jackson, Frank Mir und auch Roy “Big Country” Nelson treffen hier auf weitere Veteranen auf dem Weg zum Legendenstatus, namentlich Matt Mitrione, Chael Sonnen, Ryan “Darth” Bader and King Mo Lamal. MMA Wetten wird euch hier natürlich auf dem Laufenden halten.

UFC 4 – Revenge of the Warriors

UFC 4 – Revenge of the Warriors fand am 16.Dezember 1994 in Tulsa, Oklahoma im Expo Square Pavillion vor knapp 6000 Zuschauern live und ca. 120000 Zuschauern zuhause statt. Es gab drei Bonuskämpfe, Joe Charles besiegte Kevin Rosier, Marcus Bosset besiegte Eldo Diaz Xavier und Guy Mezger besiegte Jason Fairn. Die Viertelfinal Kämpfe: Royce Gracie besiegte den ältesten Kämpfer der UFC Geschichte Ron Van Clief durch Aufgabe (RNC). Keith Hackney besiegte Joe Son, nachdem er ihn mehrere Male in seine Weichteile schlug, unsportlich aber zu dieser Zeit erlaubt. UFC 3 Champion Steve Jennum besiegte Melton Bowen. Der All-American Wrestler Dan Severn besiegte in seinem MMA-Debüt Anthony Macias durch Submission (RNC). Vorher aber musste Macias noch einen gewaltigen German Suplex einstecken, den Severn mit Leichtigkeit durchzog, da Macias kleiner und um einiges leichter war als Severn. Wie bereits erwähnt gab es zu dieser Zeit noch keine Gewichtsklassen.

Das erste Halbfinale bestritten Royce Gracie und Keith Hackney, für viele Fans bis heute der beste Kampf in Gracies Karriere. Nach vielen harten Knieattacken und Schlägen besiegte Royce den Giantkiller durch einen Armlock und zog damit zum dritten Mal in ein UFC Finale ein. Im zweiten Halbfinale des Abends trafen Dan „The Beast“ Severn und Marcus Bosset aufeinander, nach knapp einer Minute bezwang Severn Bosset in einem eher unspektakulären Kampf. Somit stand das Finale von UFC 4 Revenge of the Warriors fest, der zweifache Champion Royce Gracie traf auf Dan„The Beast“ Severn. Es war der bis dahin längste Kampf der noch jungen UFC Geschichte, fast sechzehn Minuten dauerte der Kampf. Der Kampf an sich war nicht das Spannendste, so befand sich Severn die meiste Zeit liegend auf Gracie, ohne dass etwas erwähnenswertes geschah, am Ende konnte Royce Severn in die Triangel nehmen und gewann damit seinen dritten und letzten Titel in der Ultimate Fighting Championship. Für „The Beast“ sah es dagegen anders aus, er wurde später zum ersten und einzigen UFC Triple Crown Champion: UFC 5 Tournament Champion,UFC Ultimate Ultimate 95 Champion und UFC Superfight Champion.

Weiter geht’s bald in unserem dritten Teil der MMA Wetten – MMA & UFC Geschichte